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"ISOLATOR NETZEN" e.V.

SIMSONFREUNDE

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Traditionelle Ausfahrt am 1. Mai

Traditionelle Ausfahrt am 1. Mai

Was passt als Einleitung hierzu besser, als das Kinderlied „Die Heimat hat sich schön gemacht“?
Die Heimat hat sich schön gemacht und Tau blitzt ihr im Haar.
Die Wellen spiegeln ihre Pracht wie frohe Augen klar.
Die Wiese blüht, die Tanne rauscht, sie tun geheimnisvoll.
Frisch das Geheimnis abgelauscht, das und beglücken soll.

Der Wind streift auch durch Wald und Feld, er raunt und Grüße zu.
Mit Fisch und Dachs und Vogelwelt steh`n wir auf du und du.
Der Heimat Pflanzen und Getier behütet unsre Hand,
und reichlich ernten werden wir, wo heut noch Sumpf und Sand.

Wir brechen in das Dunkel ein, verfolgen Ruf und Spur.
Und werden wir erst wissend sein, fügt sich uns die Natur.
Die Blume öffnet sich dem Licht, der Zukunft unser Herz.
Die Heimat hebt ihr Angesicht und lächelt sonnenwärts.

Trotz der intensiven Sonnenstrahlen, war es an diesem Tag sehr frisch. Dieses lag an einem Wartungsintervall im Geoforschungszentrum Potsdam, welches das Atomkraft betriebene Thermometer zur Aufzeichnung der Klimaerwärmung abschalten musste. Trotz dieser technischen Panne, hielten wir mit stoischer Gelassenheit an unserer traditionellen Ausfahrt zum Mittelpunkt der DDR fest. Wer wären wir, wenn wir uns von so etwas hätten abhalten lassen?
Mit Schwung ward die Schuppentür aufgestoßen, die Sonnstrahlen kitzelten auf Schwälbchen`s Blechkleid, der Zündschlüssel klickte im Zündschloss, ein sanfter Tritt am Kickstarter und das Vögelchen erwachte aus seinem Schönheitsschlaf. Der Tross, in der Zwischenzeit sehr stark dem demographischen Wandel angepasst (mit vier Rädern fährt man doch sicherer und das Chassis bietet mehr Schutz), setzte sich in Bewegung und streifte durch die Alleen der Mark Brandenburg. Welch eine Augenweide, die grünenden Felder, die knospensprießenden Bäume, die Blütenpracht der Blumen und immer dabei dieser liebliche Zweitaktduft. Das Leben kann so schön sein. Dem inneren Navigationssystem folgend, fuhren wir dem Ziel - Mittelpunkt der DDR - entgegen. Nein, es handelt sich hier nicht um einen Mikrochip aus dem VEB ROTRON. Wer früher in der Schule aufgepasst hat, besonders in Geographie mit Schwerpunkt Topographie - kann halt heute immer noch aus einer immensen Datenfülle im Langzeithirn zurückgreifen.
Oh, es taucht spontan eine internationale Leseranfrage auf, welche ich formuliert hatte und eigentlich an mich per Postkarte absenden wollte. Nun, aufgrund der gestiegenen Preise für den Postversand, lass ich es und beantworte diese spontane Frage sofort.
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Leseranfrage

Lieber Kleiner Tierfreund!

Wie wurde der Geographische Mittelpunkt mathematisch ermittelt?

Auf eine baldige Antwort hoffend, ganz lieben Gruß, Zündi aus Marzahn

Antwort:

Liebe Zündi!

Vielen Dank für die sehr schöne Frage, welche ich dir gern beantworte.
Die Berechnung zur Feststellung des Geographischen Mittelpunktes war ein Auftrag der Partei und Staatsführung der DDR, um so den Schwerpunkt der DDR zu ermitteln. Hintergrund, wäre die Welt durch einen internationalen Konflikt aus den Angeln geraten, wollte man den Schwerpunkt der Kleinen Republik stabilisieren (angedacht war hier einen Betonkern zu gießen) umso weiterhin das Gleichgewicht halten zu können. Hört sich zwar komisch an aber wenn die Genossen das angewiesen haben, wird das schon richtig gewesen sein.
Somit ging der Auftrag an das Rechenzentrum in Potsdam und sollte dort bearbeitet werden. Nun waren zum Eingang des Auftrages alle klugen Köpfe zu einer Weiterbildung in Moskau und der Pförtner konnte das Telegramm nicht zustellen. Aufgrund des Termindrucks war aber Eile geboten. Da der Pförtner aber ein schlaues Köpfchen war und immer alle Kreuzworträtzel im Neuen Deutschland löste, besann er sich auf seine fundierten Mathematikkenntnisse aus der Polytechnischen Oberschule. Unter Anwendung des Dreisatzes, zur Hilfename des Satzes des Pythagoras in Anlehnung der Kosinus-Funktion (zur Berücksichtigung der unterschiedlichen Masseverhältnisse des Erdkörpers) gelang es ihm zwischen Frühstück und Gänsebraten den Geographischen Mittelpunkt zu errechnen.
Nun liebe Zündi, wie du hoffentlich selber merkst, sind das top Insiderinformationen, so dass die Gesamtformel und der Name des Pförtners nicht genannt / aufgezeichnet werden dürfen. Als der Dank seitens der Genossen aus Berlin im Rechenzentrum eintraf, flog intern das Ding auf. Der Pförtner bekam sofort ein eignes Büro, wurde Dr. h.c. (ehrenhalber) und musste für die Leitung des Hauses alle Preisausschreiben und Lottoscheine ausfüllen.
Wie es aber in der Geschichte oftmals ist, wurde der ursprüngliche Plan durch andere Ereignisse überholt. Der Beton wurde für die Erstellung der Grundstücksgrenze der DDR benötigt und konnte somit erst einmal nicht am Mittelpunkt versenkt werden.
Nun liebe Zündi muss ich aber Schluss machen und hoffe dir mit der kurzen Ausführung geholfen zu haben.
Gruß und Kuss zum Schluss.

Dein Kleiner Tierfreund
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Ich entschuldige mich für diesen kleinen Exkurs aber mir ist es wichtig Leserfragen schnellstens zu beantworten. Zeit ist Geld, Geld haben wir nicht und somit auch keine Zeit. Ein Teufelskreis.
In der Zwischenzeit wühlten sich die Pneus durch die Bitumendecke der Alleen und die Reisegruppe kam ihrem Ziel näher……..
Im Weizengrund angekommen, begann die Operation Ameisenhaufen. Jeder hatte etwas mitgebracht, auch wenn es nur Durst und Hunger waren. Der Verpflegungspunkt wurde in Windeseile errichte, Alarmstellungen brauchten nicht ausgehoben werden und es begann ein üppiges Räubermahl. Hier sieht man sofort dass eine vormilitärische Erziehung ein fester Bestandteil der Gesellschaft sein muss. Dann kommt auch keiner auf blöde Ideen und versucht Panzersperren mit Klebestiften auf der Straße aufzubauen. Ich möchte dieses Thema nicht weiter vertiefen. Ich habe schon genug Überzeugungsarbeit zu leisten, dass mein Schwälbchen zukünftig keinen Blei haltigen Akku mehr bekommt, sondern eine aus Sojasprossen gefertigte vegane Energieeinheit ertragen muss. Schlagwort vegane Energie. Es ist halt alles verrückt geworden. Möge die Macht der Isolatoren mit uns sein, stets der perfekte Funken und immer schön im Zweitakt durchs Leben gehen.
Ich muss auf jeden Fall zusammenfassen. Die Ausfahrt war wieder eine runde Sache, die Planung und Durchführung - erstmals komplett in weiblicher Hand - war perfekt. Hierzu darf ich auf Weisung des Vorstandes nochmals offiziell die Grüße und Glückwünsche übermitteln.

Liebe Leserinnen und Leser, ich komme nun zum Schluss, bleibt gesund und uns wohl gesonnen!

Euer Kleiner Tierfreund

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